Führungstechniken
Das wesentliche Merkmal dieser Technologie ist die Art der Führung der einzelnen Fahrzeuge in einer Anlage. Es existieren zwei Hauptprinzipien der automatischen Führung von Flurförderzeugen:
- Die Führung erfolgt anhand einer realen Leitlinie, d.h. entlang von auf dem Parcours angebrachten oder im Boden verlegten Leitlinien, oder
- anhand einer sogenannten virtuellen Leitlinie, d.h. entlang programmierter Fahrwege mit Hilfe von im Fahrzeugrechner softwaremäßig abgelegten Umweltmodellen.
Zu den Verfahren mit realer Leitlinie zählen die mechanische
Führung, die induktive Führung, die optische Führung und die magnetische Führung. Die Fahrzeuge
orientieren sich an festen Linien oder Markierungen, die im Bereich der Fahrbahn installiert werden.
Beim zweiten Prinzip erfolgt die Bahnbeschreibung anhand eines Programms. Die Fahrzeuge verfahren
von Referenzpunkten unter Nutzung von Entfernungstabellen und Zielortinformationen, die im
Bordcomputer gespeichert sind, und extrapolieren ihre Bewegung bis zum nächsten Referenzpunkt.
Die Positionsbestimmung (Orientierung) der Fahrzeuge kann nach dem Verfahren der Koppelnavigation
oder der Trägheitsnavigation erfolgen. Weiterhin kommt die Führung mit scannenden Lasern und
Positionsbaken, die Führung mit Ultraschall und die Führung mit Bildverarbeitungssystemen zum
Einsatz. Diese Führungsprinzipien nutzen programmierte Verfahrwege oder im Fahrzeugrechner
gespeicherte Modelle der Umwelt.
Vergleich
In der folgenden Tabelle werden die Vor- und Nachteile der erläuterten Führungstechnologien anhand
wichtiger Bestimmungskriterien aufgeführt