Systemsteuerung
Zu den Aufgaben der Systemsteuerung gehören die Fahrzeugdisposition, die Wahl der Warteposition für
nicht beladene Fahrzeuge, die Kommunikation mit den Fahrzeugen, das Ansteuern der
Lastübergabestationen, das Batterie-Managgement, die Verkehrskontrolle- und lenkung sowie die
Kommunikation mit dem Zentralrechner.
Eine wichtige Aufgabe kommt in diesem Zusammenhang der Blockstreckensteuerung zu. Die
Blockstreckensteuerung dient einerseits der Kollisionsvermeidung zwischen Fahrzeugen. In Anlagen
mit mehreren Fahrzeugen, die auf zusammenführenden oder sich kreuzenden Strecken verfahren, dient
sie andererseits der Verkehrslenkung. Die wesentliche Aufgabe ist die Vermeidung von Deadlock -
Situationen an den zusammenführenden Stellen. Die Blockstrecke kann dabei sowohl ein realer
Abschnitt eines induktiv geführten Systems als auch ein virtueller Abschnitt der Anlage bei einem
System mit Funk- oder Infrarotdatenübertragung darstellen. Die technische Ausgestaltung ist also in
diesem Fall nicht relevant.
Datenübertragung
Die Datenübertragung erfolgt entweder über Kommunikationsschleifen, die an bestimmten Stellen (z.B. parallel zum Leitdraht) im Boden verlegt sind, oder mittels Infrarot oder Datenfunk. Weiterhin werden zwei Arten der Kommunikation unterschieden: die Kommunikation an bestimmten Orten und die Kommunikation an jedem Ort zu jeder Zeit. Im ersten Fall können die Fahrzeuge die Informationen nur an definierten Datenübertragungspunkten, beispielsweise über Bodeneinrichtungen erhalten. Im zweiten Fall sind die Fahrzeuge durchgängig erreichbar über den Leitdraht, Infrarot oder Funk. Dabei werden nach dem Polling-Prinzip die Teilnehmer von der Zentrale nacheinander zyklisch abgefragt.